Wale & Delfine in freier Wildbahn


Wale & Delfine können, in freier Wildbahn, am besten an einem Ort in Neuseeland beobachtet werden. Nur wegen diesem Grund fahren wir in die Stadt Kaikoura.

Ein besonderer Moment - Walbeobachtungen

Noch bevor wir die Stadt erreichen gibt es einen Flugplatz mit Werbeschildern. Auf ihnen steht: Walbeobachtungen vom Helicopter/Flugzeug aus. Natürlich springen wir voller Begeisterung aus dem Camper und lassen uns von den jeweiligen Mitarbeitern beraten. Das Besondere an diesem Tag, es ist ein Blauwal gesichtet worden. Oh mein Gott. Ein B-L-A-U-W-A-L. Das größte Lebewesen der Welt. Welch ein Glück und Segen zugleich. Dennoch haben wir nicht zugestimmt und sind mit dem Camper erst mal Richtung Innenstadt. Vielleicht gibt es ja noch einen anderen Anbieter oder ein Boot, welches günstiger ist. Denn Weltforscher achten mehr auf Geld als "normale" Urlauber. Wo kann man sich am besten in einer fremden Stadt beraten lassen? Richtig. Die Touristenzentrale ist in jeder größeren oder auch manchmal kleineren Stadt auffindbar. Auf der Autofahrt dorthin bereden wir, dass eine Bootstour nicht mehr infrage kommt für uns. Ein Boot kann nie zufällig an der gleichen Stelle sein wie der Wal. Im Vergleich mit einem Hubschrauber, fehlt einem im Boot einfach die Weitsicht. Also eine Bootsfahrt zu den Walen ist raus aus unseren Gedanken. Also bleibt nur noch die Variante mit dem Helicopter/Flugzeug. Voller Elan und Vorfreude betreten wir die Touri - Info. Und jetzt kommt der Hammer. Das eine Helicopter - Unternehmen, welches wir vorher schon angefahren haben, hat derzeit eine Promotion mit der Zentrale. Nach kurzer Zeit beschließen wir, jetzt oder nie. Denn heute ist ein Blauwal da draußen. Er kann morgen oder in wenigen Minuten schon wieder weg sein. Also buchen und dann wieder zurück zum Flughafen. Gesagt = getan. Nach einer Einweisung in die Wal-Welt und wie man im Notfall eines Absturzes des Flugzeuges zu reagieren hat, heißt es nun: abheben. Nach circa 5 Minuten Flugdauer sieht man die Skyline von Kaikoura. Das ist ein paradiesischer Ausblick. 

Wartet der Blauwal auf uns oder ist er schon weg?

Die Skyline von Kaikoura lassen wir hinter uns und sehen nur noch das offene Meer. Wir schauen nach links und nach rechts. Überall klares, blaues Wasser. Aber wo sind die Wale? Und vor allen dingen wo ist der Blauwal? Ach Mist...hätten wir vielleicht doch schon den Flug am morgen nehmen sollen? Denn dort war es sicher, dass es Wale zu sehen gibt. Angespannt lassen der Kapitän und wir die Augen offen. Der Flug geht insgesamt circa 45 Minuten. 20 Minuten sind nun um und noch immer kein Wal gesehen. Langsam gehen uns die Hoffnungen verloren. Aber dann auf ein mal. Ein lauter Schrei des Kapitäns. Wir möchten bitte nach rechts schauen und boom, da ist ein Wal. Mit offenem Mund und großen Augen schauen wir uns das Naturspektakel an und können nicht glauben, was wir da sehen. Es ist ein Blauwal. Dieses Tier kann bis zu 33 Meter groß werden und ist mit mehr als 200 Tonnen das schwerste Tier der Erdgeschichte. Flori und ich sehen uns an und denken wohl dasselbe. Man haben wir ein Glück! Flori sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Wenn Flori`s Wünsche in Erfüllung gehen, ist das für mich ein berauschendes Gefühl und ich bin glücklich. Denn nur ein zufriedener Digga ergibt eine glückliche Weltforscher Julia. Dieses prachtvolle, wunderhübsche Lebewesen live zu sehen ist einmalig und steht nicht umsonst auf der Weltforscher - Bucketliste. Als kleines i-tüpfelchen gibt es noch einen Pottwal zu sehen. Diese Walart kann bis zu 20 Meter lang werden und kann ein Gewicht von circa 10 Tonnen erreichen. 

Delfinschwimmen im offenen Meer

Für das besondere Erlebnis mit den Delfinen gibt es eine Anmeldungspflicht. Selbst in der Nebensaison ist für mehrere Tage voraus alles ausgebucht. Es gibt 3 Touren am Tag. Die erste erfolgt morgens um 5 Uhr zum Sonnenaufgang. Gegen 10 Uhr erfolgt die zweite Tour und die dritte beginnt gegen 14 Uhr. Wir teilen der Verkaufsstelle mit, dass wir gerne die nächste freie verfügbare Zeit nehmen möchten. Also in 2 Tagen um 5 Uhr morgens. Ungewöhnliche Zeit, aber wir schreiben uns in die Warteliste ein. Ein Abend vor der Bootsfahrt rief man uns an und teilte mit, dass aufgrund des Wetters die Tour ausfällt. Der nächste freie Platz sei erst wieder in einer Woche. Wir schreiben uns also erneut ein. Aber eine ganze Woche in Kaikoura verbringen ohne den Rest der Insel zu erleben? Eine Woche ist viel Zeit auf Weltforscher Reise. Also fahren wir erstmal in den Norden der Südinsel und schauen uns dort um. Gesagt = getan. Wegen dem Zyklon Gita konnten wir diesen Delfin - Temin nicht wahrnehmen. Wir waren nämlich vorübergehend eingesperrt im Paradies. Dennoch konnten wir einen Termin wahrnehmen und hervorragendes Wetter unterstützte uns in unserer Entscheidung. Wir waren circa 20 Personen und als erstes wurden uns das Schnorchel-Equipment sowie der Neoprenanzug ausgehändigt. Danach bekamen wir eine Einweisung in die Delfinart "Dusky". Dies bezüglich wurde uns ein Video präsentiert. Nun ging es mit dem Bus für circa 10 Minuten zur Bootanlegestelle. Endlich geht es auf das Wasser. Langsam startet der Tag und die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Die See ist ruhig, dennoch gibt es Kandidaten, welche über einen Eimer hängen. Ich verstehe solche Menschen nicht, warum fährt man mit dem Boot, wenn einem bewusst ist, dass man Seekrank wird!? Diese Menschen sind auch nicht mit den Delfinen geschwommen. Sie blieben an Bord und begutachteten das Innenleben des Eimers sehr gründlich. Eigentlich etwas schade um das Geld und den verschenkten Platz. Ausnahmen bestätigen die Regel und ich möchte hier niemanden zu nah treten. Ist halt einfach meine Meinung. Und hey, ich kann die Welt nicht ändern. Nach einer halben Stunde Fahrt sind wir ungeduldig und hoffen, dass es wirklich Delfine gibt. Denn niemand kann Dir versichern, dass man welchen begegnet. Schließlich sind es freilebende Tiere und können machen was sie wollen. Gedankenverloren schaue ich in die Weite des Meeres. Dann auf einmal passiert es: Ich sehe einen Delfin. Nein! Ich sehe mehrere. Vielleicht 10 dieser wunderschönen Tiere? Es lässt sich schwer einschätzen, denn es ist einfach nur wunderbar, diese Tiere zu sehen. Eine Entfernung von circa 20 Metern liegen zwischen uns. Ich bin begeistert. Alle anderen natürlich auch. Unser Tour Guide, welche aus Kanada kommt, bittet uns nun, die Schnorchel Masken aufzusetzen und  uns am Ende des Bootes hinzusetzen. Dort warten wir auf Ihr Zeichen, damit wir ins Wasser können. Ein Pfeifton erklingt und fast alle (die kotzende Menge bleibt am Bord) gleiten in das Meer hinein. Um uns herum schwimmen nun etwa 30 Delfine. Jeder schwimmt in eine andere Richtung und hofft, einen Delfin unter Wasser sichten zu können. Nach 10 Minuten ertönt der Pfeifton wieder und das heißt: Alle man an Bord bitte. Ich war traurig, denn ich habe keinen unter Wasser sichten können. Dafür hatte Flori das absolute Glück und war bei zwei vorbeischwimmenden Delfinen sehr nah dran. Der Guide hat sich erkundigt, ob alle einen "Dusky Delfin" sichten konnten. "Dusky" ist gleichzeitig der Schwarzdelfin. Der Name "Dusky" hört sich aber schöner an für mich. Sie können bis zu 2,1 Meter werden und ein Gewicht von 100 Kilogramm erreichen. Nicht alle haben bei der ersten Station "Dusky`s" sehen können. Also auf zur nächsten Station. Insgesamt gab es 3 Schwimmstationen. Bei den letzten beiden hatte ich auch die Chance, welche unter Wasser zu sehen. Das sind zwar nur kurze Sekunden, aber sie bleiben auf ewig und darüber hinaus in Erinnerung. Das Witzige beim Schwimmen war gewesen, dass uns beigebracht wurde, die Laute von Delfinen nachzumachen. Das musst Du Dir unbedingt im Video anschauen. Mit voller Zufriedenheit dachten wir, es geht nun zurück. Aber Pustekuchen. Wir fahren zu einem Punkt, an dem sich viele Delfine treffen. Schon von weitem ist zu erkennen, dass es sich um mehrere Delfine handelt. Ich sehe mehr als 50. Ich möchte sogar behaupten, es sind fast schon um die 100 "Dusky Delfine", welche spielen, springen, tauchen und schwimmen. Der Finger ist nun ununterbrochen auf dem Auslöser Knopf der Kamera. Die besten Shots folgen im Anschluss. Allen in allem kann ich diese Tour wärmstens empfehlen und bin froh, es erlebt zu haben.


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